Ankunft bei den Dominikanern-Schwestern in Ekukhanyeni

Bei meiner Ankunft im März wurde ich wieder von den Dominikaner-Schwestern abgeholt, die das Hospiz in Verulam/Ekukhanyeni führen – meiner allerersten Anlaufstelle vor zwei Jahren. Ich verbrachte 2 Nächte dort und wurde mit allen Neuigkeiten über Land und Leute und Patienten versorgt. Man heißt mich dort immer willkommen – bei meiner Ankunft und Abreise, bei Feiertagen wie Ostern oder Pfingsten, oder zwischendurch, wenn ich einfach mal das Bedürfnis nach einer feierlichen, wunderschönen Katholischen Messe mit einem schwarzen Priester und einer singenden, tanzenden Gemeinde habe.

Ich schlafe und esse dann bei den Schwestern im Convent und wir haben ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Sie leisten nur mit Spenden wundervolle Arbeit für die AIDS/HIV-Patienten, die auf der Strasse aufgelesen werden oder als hoffnungslose Fälle von Krankenhäusern zu ihnen geschickt werden. Etwa 50 % der meist jungen Menschen zwischen 20 und 40 Jahren bekommen hier noch mal eine Chance, ein gutes
Leben zu führen, wenn sie die Medikamente regelmäßig nehmen.

Während ich in Deutschland bin, stelle ich den Schwestern auch immer mein altes Autochen zur Verfügung. Nun ist es wieder in meiner Obhut und ich bin damit zu meinem Einsatzgebiet ca. 50 km von Pietermaritzburg gefahren – 2 Std. Fahrt durch eine ländliche, bergische Gegend („Valley of 1000 Hills“) mit teils ungeteerten Strassen und im ungewohnten Linksverkehr, an den ich mich nach einem Besuch in Deutschland immer erst wieder gewöhnen muss…

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