Was ist im letzten halben Jahr passiert?

Nochmal ein kurzes Update für euch Spender, dass bisher alles gut gelaufen ist; trotz Corona und meiner, leider immer noch andauernden Abwesenheit von Südafrika.

Die Zeit der vielen Protestaktionen, die infolge der Inhaftierung des ehemaligen Präsidenten Zuma wegen Korruption, ausbrachen, sind „Gott sei Dank“ vorbei. Es wurden unzählige Geschäfte geplündert oder sogar abgebrannt, wobei die Protestierer nicht bedachten, dass sie sich selbst noch mehr die Lebensgrundlage, die ohnehin schon knappen Lebensmittel, beraubten. Dies hat die Lebensmittel Versorgung in ganz Südafrika und auch in unserem Gebiet stark eingeschränkt und erschwert. Unsere Einkaufsmöglichkeiten waren begrenzt, da KwaZuluNatal (KZN), wo sich unsere Projekte befinden, besonders betroffen war.

Der Frust auf die Corona-Beschränkungen und -regeln seit April 2020 hat sich mit den Protesten und Aufständen gleichzeitig entladen. Denn wie kann man Hygiene (Händewaschen) einhalten, wenn kein Wasser vorhanden ist? Wie kann man Abstand halten, wenn z.B. 10 Personen in einer kleinen Hütte mit einem Raum gedrängt leben? Masken sind nicht genug vorhanden und vom Impfstoffmangel gar nicht zu reden. Keine Arbeit, kein Geld, keine Lebensmittel. Zuma hat sein Amt aber leider missbraucht und von der guten Regenbogennation, ohne Diskriminierung und ohne Rassismus, ist nicht viel übrig geblieben. Die Armen sind ärmer und die Reichen reicher geworden, der neue Präsident ist leider nicht besser.

Aber zurück zu uns:
Ich bin sehr beruhigt und positiv überrascht zu sehen, dass ich mich auf alle Betreuerinnen, Lehrer und die Domenikan–Sisters, die unsere Gelder verteilen und verwalten und für die Ärmsten zusätzlich Lebensmittelpakete packen, 100% verlassen kann. Last but not least geht mein größter Dank an Mister Louis vom Spar-Laden, dem ich monatlich einen dicken Batzen überweise, den er dann nach meinen Anweisungen an die oben angeführten Personen auszahlt. Sie müssen persönlich kommen und es abholen, nix geht ohne Rücksprache mit mir. Da ist sehr bemerkenswert, denn auch sein Laden wurde geplündert und es bedurfte fast 3 Wochen bis er wieder ohne Einschränkung öffnen konnte. Aber nur so haben wir es geschafft, dass niemand, der mit Ekukhanyeni in Verbindung steht, hungern musste. Denn es sind in den letzten 1½ Jahren mehr Menschen an Hunger als an Corona gestorben…

Ohne Eure Spenden hätten wir das nicht schaffen können!

Wir haben es sogar geschafft, die 2019/2020 neu erbaute Schule um einen zweiten Klassenraum–Container zu erweitern, was bei 120 Kindern notwendig war. Auch diese Aktion hat aus der Ferne, natürlich nur durch die Mithilfe der Lehrer, gut funktioniert. Ganz aktuell ist auch noch ein Holzhäuschen mit einem 16 qm großen Raum hinzugekommen, damit die 7 Lehrer ein Büro für sich haben. Lehrer und Kinder sind total happy.

„Thank you Elisabeth! Thank you Germany!“

Versäumt nicht, Euch bitte die kleinen Dankeschön-Videos im Blog anzuschauen, dankend, tanzend und mit betendem Gesang weihen sie die Gebäude ein. Was jetzt noch fehlt sind Toiletten, bisher ist nur ein Plumsklo! Für 120 Schüler und 7 Lehrer vorhanden. Grauselig… Damit die Kühe, Ziegen und Hühner nicht weiterhin den Unterricht stören können, wäre eine Umzäunung des Schulgeländes notwendig. Ganz wichtig sind natürlich auch Tische und Stühle für die Klassenräume. Auch ein Stromanschluß und ein Wasseranschluß ( bisher nur eine Regentonne vorhanden ) ist für die Zukunft geplant. Aber dafür muß ich erst wieder in Südafrika sein, was im Moment noch zu riskant ist, wie man mir von mehreren Seiten immer wieder bestätigt.

Ihr seht, für all dies brauche ich auch weiterhin dringend Eure Spenden. Denn der Gehalt für Lehrer und Betreuerinnen und der Unterhalt für die Studenten muß auch in Zukunft gewährleistet sein; neben den Lebensmitteln für die rund 100 Waisenkindern in den Tagesstätten.
Am Donnerstag, den 24.09.2021 „Verrückt nach Meer“ (oder später in der Mediathek) Bitte nicht versäumen, denn hier bekommt Ihr einen interessanten Einblick in die Arbeit von EKUKHANYENI… und wo Eure Spenden eingesetzt werden!

Liebste Grüße und herzlichen Dank!
Bis zum nächsten Mal,
Eure Helga Elisabeth Josche

2 Kommentare

  1. Sehr geehrte Frau Josche,

    ich habe heute Ihren Beitrag in “ Verrückt nach Meer“ gesehen. Auch ich würde gerne spenden bzw. Mitglied werden, allerdings brauche ich eine Spendenbescheinigung.
    Wie verfahre ich am besten? Adresse auf dem Überweisungsträger angeben?
    Bekomme ich als Mitglied bzw. Pate automatisch eine Spendenbescheinigung?

    Mit freundlichen Grüßen
    Anja Schröder

    1. Hallo Anja Schröder,

      vielen lieben Dank für die schöne Rückmeldung und ihre Bereitschaft zu spenden!
      Genau Informationen dazu haben wir auf dieser Website unter: https://ekukhanyeni.de/spenden-fuer-suedafrika veröffentlicht. Ich kopiere Ihnen den Text dazu hier in die Antwort:

      Spendenbescheinigung:
      Spenden an Ekukhanyeni sind steuerlich absetzbar. Bei Spenden bis 200 Euro reicht der Überweisungsbeleg und Kontoauszug für die Absetzbarkeit beim Finanzamt. Für Einzelspenden über 200 Euro senden wir Ihnen automatisch eine Spendenbescheinigung zu. Geben Sie dafür bitte auf dem Überweisungsformular Ihre genaue Adresse an oder teilen Sie uns diese in einer separaten E-Mail mit!

      Wir freuen uns darauf, von ihnen zu hören. Sie können an info[at]ekukhanyeni.de ihre E-Mail schreiben.

      Liebe Grüße,
      Enrico Josche

      [ich telefoniere gleich mit meiner Mutter und informiere sie über ihren Kommentar 🙂 ]

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